16.07.2020 Artikel Familie Nachhaltige Wirtschaft

Ja zur Erhöhung der Kinderabzüge!

Für CVP-Ständerat Pirmin Bischof ist klar: Er unterstützt am 27. September die Erhöhung der Steuerabzüge.

Nach den Unternehmen sind jetzt die Familien mit Kindern dran. Wer Kinder grosszieht, erbringt für die Gesellschaft eine grosse Leistung. Ein Land mit zu wenig Kindern braucht in Zukunft umso mehr Zuwanderung, wenn der Wohlstand nicht sinken soll. Kinderbetreuung geht aber für die Familien ins Geld.

Viele Kantone haben deshalb die Kinderabzüge in den letzten Jahren stark erhöht. Dies soll nun endlich auch der Bund tun. Der Abzug für Drittbetreuungskosten wird von 10'100 massiv auf 25'000 erhöht, der allgemeine Kinderabzug von 6500 auf 10'000 Franken. Richtigerweise werden damit nicht nur fremdbetreuende, sondern auch selbstbetreuende Familien entlastet. Steuerrecht darf nicht, wie die Gegner dies möchten, ein Familienmodell bevorzugen!

Mit der Vorlage sollen jene rund 900'000 Familien entlastet werden, die sonst von keinen Abzügen profitieren können. Sie bezahlen sowohl hohe Steuern, hohe Kita-Kosten und bekommen keine Prämienverbilligung.

Den Familien, die keine Bundessteuer bezahlen, helfen Prämienverbilligung, vergünstigte Kita-Kosten, Steuererleichterungen u. a. Dies muss auch so bleiben.

Wer Kinder grosszieht, erbringt für die Gesellschaft eine besondere Leistung.

 

Die Entlastung kommt vor allem Eltern des Mittelstandes zugute, die die Hauptsteuerlast tragen. Die Vorlage entschärft auch den Fachkräftemangel. Wenn es sich finanziell wieder lohnt, dass beide Elternteile ein Einkommen erzielen, bleiben eher beide berufstätig. Denn Zweitverdiener überlegen es sich zweimal, ob sich mehr arbeiten lohnt.

Die Steuererleichterung ist eine Wertschätzung zu Gunsten der Familien mit Kindern, die eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe übernehmen. Können wir uns das leisten? Das jährliche Budget des Bundes beträgt 75 Milliarden Franken. Für Coronaausgaben und Coronadarlehen sind 2020 alleine über 70 Milliarden Franken eingesetzt worden. Die Kosten der vorliegenden Familienentlastung sind mit 382 Millionen verkraftbar und in die Zukunft investiert.

Erschienen in der Aargauer Zeitung am 16. Juli 2020.