15.11.2019 Communiqués Gesundheit Gesundheitssystem, Gesundheitskosten, Kostenbremse

Für eine gesunde Schweiz und finanzierbare Prämien

Das Gesundheitswesen der Schweiz gehört zu den besten, aber auch zu den teuersten der Welt. Nach einer kurzen Verschnaufpause werden die Kosten und in der Folge die finanzielle Belastung für die Prämienzahlenden wieder ungebremst weiter ansteigen, wie verschiedene Analysen und Berichte zeigen. Auch die Rückmeldungen aus der Bevölkerung während des Wahlkampfs zeigten klar, dass die steigenden Gesundheitskosten die Leute beschäftigt. Die CVP nimmt diese Anliegen ernst. Sie wird den Druck zur Umsetzung von wirksamen Massnahmen gegen die steigenden Kosten im Gesundheitswesen mit der Einreichung der Kostenbremse-Initiative auch im nächsten Jahr aufrechterhalten.

Die Gesundheit der Schweiz und ihrer Bevölkerung ist der CVP ein zentrales Anliegen, dafür setzt sie sich ein – auch in der kommenden Legislatur. Ein zentrales Element dazu ist die CVP-Kostenbremse-Initiative, die nächstes Jahr eingereicht wird. Die Herausforderungen für unser Gesundheitssystem sind zahlreich. Die CVP bleibt dran, damit auch in Zukunft alle von einer qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung profitieren können. 

Für ein Gesundheitssystem mit Zukunft 

Heute sind knapp 19% der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt; und der demografische Wandel geht weiter. Laut Forschern können bis zu 50% der heute in Industrieländern Geborenen älter als 105 Jahre alt werden. Mit der Langlebigkeit wird der Pflegebedarf bei Hochbetagten zunehmen. Eine Mengenausweitung im Pflegebereich ist wohl unausweichlich. Der Anspruch auf ein würdiges Altern, würdige Pflege und würdiges Sterben muss garantiert bleiben. Gleichzeitig sind wir mit einem zunehmenden Fachkräftemangel beim Pflegefachpersonal konfrontiert. Die CVP unterstützt deshalb eine Aufwertung des Pflegefachberufs. Wenn Pflegefachpersonen in Eigenverantwortung mehr Leistungen erbringen können, wie von der Pflegeinitiative verlangt, muss dies aber zwingend zu weniger Arztleistungen und damit zu einer Senkung der Ärztekosten führen. Jegliche weitere Mengenausweitung und damit verbundene Mehrkosten müssen darum mit geeigneten Koordinationsmassnahmen klar vermieden werden. 

Stopp der Verschwendung

Ebenfalls nicht akzeptabel ist die Verschwendung bei den Medikamenten. Jährlich werden in der Schweiz 4’000 Tonnen Medikamente entsorgt, was einem Wert von etwa 2 Milliarden Franken entspricht. Das ist viel Geld, das jährlich gespart werden könnte. «Ärzte sind in der Pflicht, die Medikamenteneinnahme mit den Patientinnen und Patienten besser zu besprechen und nur Medikamente zu verschreiben und abzugeben, welche auch eingenommen werden. Weiter sind Anreize für eine bessere Durchdringung von Generika zu setzen und neue, sehr teure Medikamente sollten nach dem Grundsatz pay for performance erst mit dem Nachweis des Therapieerfolgs vergütet werden», betont Ruth Humbel, CVP Nationalrätin und Mitglied der SGK-N.  

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