02.10.2018 / Communiqués / Bildung und Forschung /

Eltern sollen über die Einschulung ihres Kindes entscheiden dürfen

Die Arbeitsgruppe Bildung der CVP Schweiz fordert, dass Eltern selbst entscheiden können, ob sie ihre Kinder bereits mit vier Jahren in den Kindergarten schicken wollen oder erst ein Jahr später.

Im Rahmen der Harmonisierung des Schweizer Schulsystems wurde der Einschulungsstichtag in den letzten Jahren in vielen Kantonen vom 30. April auf den 31. Juli vorverschoben. Damit sind die jüngsten Kinder beim Eintritt in den Kindergarten knapp vierjährig. Der frühe Kindergartenstart ist für einige Kinder eine Chance; für andere, die den notwendigen Entwicklungsstand noch nicht erreicht haben, eine Überforderung. Die Eltern haben die Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Kinder. Entsprechend sollen sie entscheiden dürfen, ob ihr Kind bereits in den Kindergarten eingeschult werden soll oder ob es für das eigene Kind pädagogisch richtig ist, die Einschulung um ein Jahr hinauszuschieben. Im Kanton Aargau und im Kanton Bern ist dies bereits möglich und wird von rund 10% der Eltern wahrgenommen. Die Abmeldung erfolgt allein durch die Eltern. Es braucht dazu weder eine ärztliche noch eine schulpsychologische Abklärung. Die Arbeitsgruppe Bildung der CVP Schweiz setzt sich dafür ein, dass dies in allen Kantonen der Schweiz möglich wird.
 
Die Arbeitsgruppe Bildung der CVP Schweiz trifft sich zwei Mal jährlich und tagte auch am Rande dieser Herbstsession. Themen dieser Sitzung waren einerseits der Bildungsbericht und die Berufsbildung, anderseits die Einschulung eines Kindes gemäss seinem Entwicklungsstand. 

Mehr Informationen zum Thema Bildung (Positionspapiere, Massnahmenkatalog) finden Sie auf unserer Webseite

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