07.09.2018 / Communiqués / Landwirtschaft / Agrarpolitik

Polemik gegen die Schweizer Bauernfamilien

Die CVP setzt sich für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Landwirtschaft ein. Sie steht hinter der heutigen Agrarpolitik des Bundes. Die von Avenir Suisse in einem heute veröffentlichten Papier gestellten Forderungen zu einem radikalen Umbau der Schweizer Landwirtschaft lehnt die CVP dezidiert ab. Diese Forderungen sind weder praktikabel noch tragen sie etwas zu einem konstruktiven Diskurs bei. Würden die Forderungen von Avenir Suisse umgesetzt, würde das die Existenz von unzähligen Schweizer Bauernfamilien gefährden. Das Volk hat am 24. September 2017 den Verfassungsartikel zur Ernährungssicherheit mit grosser Mehrheit angenommen. Dessen Umsetzung gilt es voranzutreiben. Avenir Suisse gefährdet mit diesen radikalen Vorschlägen den Zusammenhalt der Schweiz.

Die Landwirtschaft ist für die Schweiz von grosser Bedeutung. Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Versorgung der Bevölkerung, zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, zur Pflege der Kulturlandschaft und zur dezentralen Besiedelung des Landes. Viele vor- und nachlagernde Betriebe wie Käsereien, Metzger oder die Getreideverarbeitung sind stark von einer gesunden Landwirtschaft abhängig. Darunter sind viele kleine und mittlere Unternehmen. So profitiert unser Wirtschaftsstandort von den Leistungen der Schweizer Landwirtschaft.

Unrealistische Radikalforderungen

Avenir Suisse stellt Forderungen, die auf eine komplette Deregulierung der Landwirtschaft und einen schrankenlosen Freihandel abzielen. Die CVP lehnt solche Forderungen ab, da sie die hiesige Landwirtschaft grundlegend in Frage stellen. Die CVP anerkennt die grosse Leistung, die die Schweizer Bauernfamilien für unser Land und unsere Bevölkerung erbringen. Diese grosse Leistung wird durch eine von Avenir Suisse angestellte unrealistische Kostenschätzung für den Agrarsektor völlig falsch eingeschätzt und abgewertet. Die Vorschläge würden die Existenz von unzähligen Bauernfamilien in der Schweiz gefährden. Die CVP fordert Avenir suisse auf, ihre Vorschläge zurückzuziehen. Der am 24. September 2017 mit grosser Mehrheit angenommene Verfassungsartikel zur Ernährungssicherheit muss umgesetzt werden. Polemische Forderungen sind vor diesem Hintergrund fehl am Platz. Gleichzeitig gilt es am 23. September die beiden Agrar-Initiativen abzulehnen, welche die Agrarpolitik der Schweiz gleichermassen auf den Kopf stellen und die Preise für die Konsumentinnen und Konsumenten steigern würden. Mit dieser unsozialen und unsolidarischen Provokation bewirkt Avenir Suisse nur eine höhere Zustimmung zu den beiden Agrar-Initiativen, was völlig kontraproduktiv ist. Einseitige Vorschläge, ungeschickt platziert – Avenir Suisse schadet mit dieser Provokation der eigenen Glaubwürdigkeit.

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