02.08.2018 / Communiqués / Umwelt und Energie / Umwelt, Umweltschutz, Energie, Energiepolitik, Wasserkraft

Im Hitzesommer: Nachhaltige Klimapolitik statt energieintensive Klimaanlage

Die Schweiz schwitzt! Die heissen und trockenen Sommer werden in Zukunft weiter zunehmen. Anlässlich des gestrigen Nationalfeiertages setzen wir uns auch mit der Geschichte unseres Landes auseinander. Dazu gehört auch die Geschichte der Umweltpolitik.

Wahrscheinlich wissen die wenigsten, dass es 1964 CVP-Nationalrat Julius Binder aus dem Aargau war, der eine Motion für einen Verfassungsartikel und ein Gesetz zum Schutz der Umwelt einreichte. Das Resultat: Am 6. Juni 1971 wurde der Umweltartikel an der Urne mit 1.23 Millionen Ja-Stimmen zu bloss 96‘000 Nein-Stimmen angenommen. Seit dieser CVP-Motion sind 54 Jahre vergangen – und stets hat die CVP für eine nachhaltige Bewahrung der Schöpfung und Umwelt gekämpft. Die CVP setzt sich seit langem dafür ein, dass wir dem Klimawandel mit einem ganzheitlichen Ansatz begegnen. Es braucht sowohl eine Reduktion der Emissionen als auch eine Anpassung an die veränderten Bedingungen. 

Für eine ökosoziale Marktwirtschaft im neuen Strommarktdesign

Die Stromproduzenten produzieren wieder mehr CO2 als in früheren Jahren. Dies ist wenig erfreulich, denn mit dem Ausstieg aus der Atomkraft kommen in naher Zukunft noch weitere grosse Herausforderungen auf die Stromproduzenten zu. Der Ausfall dieser Stromquelle darf nicht mit dem Import von Strom aus fossilen Energieträgern kompensiert werden. Nur mit einem höheren Anteil an einheimischer, erneuerbarer Energie können wir dem Klimawandel entgegentreten und die ES2050 so umsetzen wie dies vom Volk verlangt wurde. Dafür setzt sich die CVP vehement ein. Der nächste grosse Schritt wird das neue Strommarktdesign sein. Die CVP verfolgt dabei den Ansatz der ökosozialen Marktwirtschaft.

Die richtigen Anreize setzen

Das Strommarktdesign muss die Rahmenbedingungen setzen, dass erneuerbare Energien, besonders die Wasserkraft, in Zukunft weiter gestärkt werden. Über die richtigen Anreize werden Investitionen in die Wasserkraft für Unternehmen attraktiv gemacht, damit die Schweiz in Zukunft ihre Versorgungssicherheit durch einheimische erneuerbare Energien decken kann. Aufgrund der erhöhten Trockenheit wird die Wasserkraft in Zukunft auch gesamteuropäisch weiter an Bedeutung gewinnen. Nur wenn wir diese heute bereits fördern, können wir in Zukunft davon profitieren. Neben den Rahmenbedingungen durch die Politik sind auch die Stromproduzenten gefordert, ihren Anteil am Erhalt und den Ausbau der Wasserkraft zu leisten und mit langfristig ausgelegtem Wirtschaften erneuerbare Energien zu fördern.

Umweltschutz ist zentral für die CVP

Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Kindeskinder ist für die CVP als Familienpartei selbstverständlich. Die Umwelt zu schützen heisst letztlich, all das zu erhalten, was unsere nachfolgenden Generationen zum Leben brauchen: intakte Böden für die Produktion von Lebensmitteln, wohltuende Landschaften für die Erholung, sauberes Trinkwasser, saubere Luft, ein intaktes Klima, Artenvielfalt und vieles mehr. 
 
Die Schweiz erbringt grosse Leistungen für den Erhalt dieser Werte. Zu Recht dürfen wir behaupten, dass unser Land aktiv und als Vorbild an den Errungenschaften im Natur- und Umweltschutz mitgearbeitet hat. Die CVP hat seit jeher eine zentrale Rolle gespielt für den Umweltschutz in der Schweiz: Zahlreiche Regierungs- und Bundesräte aus den Reihen der CVP haben den Verfassungsartikel von CVP-Nationalrat Julius Binder um- und durchgesetzt.
 

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