05.06.2018 / Artikel / Wirtschaft / Geldspielgesetz

Fünf Gründe für das Geldspielgesetz

Am Sonntag entscheiden Sie über das Geldspielgesetz. Aus meiner Sicht gibt es fünf wichtige Gründe, weshalb ich Ihnen empfehle, dieses Gesetz anzunehmen und am Sonntag Ja in die Urne zu legen.

  1. Mit dem Gesetz wird sichergestellt, dass die Erträge aus dem Geldspiel weiterhin dem Gemeinwohl zufliessen. Die Reingewinne von Swisslos und Lotterie Romande von jährlich rund 600 Mio. Franken kommen vollumfänglich gemeinnützigen Projekten und Institutionen in den Bereichen Kultur, Soziales, Sport und Umwelt zugute, über 15 000 Projekte werden damit jährlich unterstützt. Der Kanton Zug partizipiert mit rund 7 Mio. jährlich daran. Weiter fliesst knapp die Hälfte der Erträge der Casinos, rund 280 Mio. Franken pro Jahr, in die AHV/IV. Durch die verbesserte Bekämpfung des illegalen und die Modernisierung des legalen Geldspielangebots werden zukünftig zusätzliche Erträge für Kultur, Sport, Soziales, Umwelt und die AHV/IV generiert. Andernfalls fliesst noch mehr ab an Investoren in Malta oder Gibraltar.
  2. Das Geldspielgesetz verstärkt den Kampf gegen Spielsucht und Geldwäscherei. Es verpflichtet die Casinos und die Lotteriegesellschaften zu zahlreichen Präventionsmassnahmen. Damit hat die Schweiz den weltweit strengsten Schutz vor Spielsucht und Geldwäscherei. Zusammen mit der Spielsuchtabgabe, die die Kantone von den Lotteriegesellschaften abführen, werden rund 10 Millionen Franken pro Jahr für Präventionsmassnahmen, Behandlungsangebote und den Schutz von Minderjährigen eingesetzt.
  3. Mit dem neuen Geldspielgesetz werden die rechtlichen Grundlagen an die gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen angepasst. Neu sind auch Online-Spielbankenspiele zugelassen. Das neue Geldspielgesetz ermöglicht ein attraktives legales Spielangebot in der Schweiz, damit die Leute in der Schweiz, statt im Ausland spielen.
  4. Die Zugangssperre bezweckt weder Heimatschutz noch führt sie zur digitalen Abschottung. Es geht lediglich darum, den Zugang zu Online-Geldspielanbietern zu sperren, die sich nicht an die nationalen Vorschriften zum Schutz vor Spielsucht und Geldwäscherei sowie an das geltende Abgaberegime halten. Über 16 europäische Länder nutzen schon Zugangssperren, Tendenz steigend. Neue ausländische Anbieter können mit einem der 21 in der Schweiz konzessionierten Anbietern kooperieren und sich 2024 in der nächsten Konzessionsrunde selbst um eine Konzession bewerben.
  5. Wenn das Geldspielgesetz abgelehnt würde, blieben das Spielbankengesetz von 1998 und das Lotteriegesetz aus dem Jahre 1923 während mindestens fünf Jahren weiterhin in Kraft. Den Schweizer Casinos bliebe es verboten, ihre Spiele online anzubieten und den Lotteriegesellschaften wäre es nicht möglich, ihr Sportwettenangebot konkurrenzfähig zu gestalten. Die illegalen Online-Geldspielanbieter aus Malta und Gibraltar würden weiterhin Marktanteile gewinnen und unsere Kultur-, Sport- und Sozial-Institutionen bekämen weniger Beiträge.

Vergessen Sie nicht abstimmen zu gehen – jede Stimme an der Urne zählt!