01.06.2018 / Communiqués / Familie / Vaterschaftsurlaub

Einsatz für Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefordert

Der Bundesrat lehnt die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub“ ohne Gegenentwurf ab. Die CVP bedauert diesen Entscheid und pocht weiterhin auf die Umsetzung eines breit abgestützten Anliegens der Familien dieses Landes. Wir hätten vom Bundesrat erwartet, dass er dem Parlament einen Gegenvorschlag unterbreitet.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein Kernanliegen der Familienpolitik der CVP. Familien benötigen eine gute Infrastruktur und finanzielle Entlastung bei den stetig steigenden Kosten. Es braucht konkrete Massnahmen, damit genug Zeit für ein funktionierendes Familienleben bleibt. Mit der Parlamentarischen Initiative von Martin Candinas hat sich die CVP bereits 2014 für einen Vaterschaftsurlaub stark gemacht. Die parlamentarischen Kommissionen haben diesen Vorschlag 2016 abgelehnt mit der Begründung, die Finanzierung der Altersvorsorge habe Priorität, auch wenn das Bedürfnis nach einem Vaterschaftsurlaub von den Kommissionen anerkannt wurde.
 
Mit seiner Ablehnung der Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub“ stellt sich der Bundesrat gegen ein zeitgemässes und berechtigtes Bedürfnis. Die CVP nimmt diesen Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis. Sie fordert weiterhin die Umsetzung dieses berechtigten Anliegens. Eine moderne Familienpolitik sollte einen solchen beruflichen Freiraum auch für Väter schaffen. Für die CVP ist es offen, ob die Vaterzeit gebündelt unmittelbar nach der Geburt oder über längere Zeit mit einem reduzierten Arbeitspensum bezogen wird. Diese Entscheidung sollen die Eltern selbständig treffen können. Wichtig ist vor allem, dass die Modelle für KMU ebenso tauglich sind, wie für grössere Unternehmen.

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