29.05.2018 / Artikel / Wirtschaft / Geldspielgesetz

Straight Flush für die Sozialwerke und die Kultur

Die Gegner des Geldspielgesetzes haben sich verrannt und verwechseln Freiheit mit Ultraliberalismus.

Nein, es gibt es keinen freien und gleichberechtigten Zugang zum Geldspielmarkt. Und ja, die Schweizer Anbieter sind effektiv an Verpflichtungen gebunden, während die Webseiten im Ausland sich diesen Verpflichtungen entziehen. Einerseits wird ein Teil ihrer Einnahmen zur Finanzierung der AHV und von sozialen, kulturellen und sportlichen Projekten gebraucht. Andererseits werden die Anbieter überwacht und ausgebildet, sodass sie die Suchtrisiken und die Gefahr der Geldwäscherei begrenzen. Den Webseiten im Ausland, die frei zugänglich und in der Regel in Offshore-Gebieten beheimatet sind, ist dies schnurzegal. Das neue Geldspielgesetz stärkt das doppelte Verfassungsziel der Prävention und der Solidarität.

Ein JA zum Geldspielgesetz empfiehlt sich besonders in Freiburg. Unsere Stadt profitiert von einem in der Schweiz einzigartigen Finanzierungssystem für kulturelle Infrastrukturen: das örtliche Kasino überweist einen Teil seines Gewinns an eine Stiftung (Coriolis Infrastructures), die kulturelle Institutionen unterstützt, allen voran die Theaterhäuser Equilibre und Nuithonie. Aber mit dem unfairen Wettbewerb der Online-Glückspiele schwindet dieses Einkommen. Die Differenz wird der Steuerzahler wettmachen müssen. Unterstützen wir am 10. Juni ein positives System, das die Glückspieler beschützt und der Gemeinschaft Rechnung trägt.

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