02.03.2018 / Communiqués / Sozialwerke / Altersvorsorge, Altersvorsorge 2020

Altersvorsorge: Nach dem Nein folgt nun die teure Quittung

2017 haben FDP und SVP die Reform Altersvorsorge 2020 bekämpft und versprachen eine schnelle, einfachere und günstigere Reform. Diese Ankündigungen entpuppten sich schon kurz nach dem Abstimmungssonntag als Illusionen. Die heute vom Bundesrat diskutierten Eckwerte der neuen Reform kommen das Volk viel teurer zu stehen. Die CVP hat immer gesagt, ein Nein werde die Probleme in der Altersvorsorge schnell und massiv verschärfen. Die CVP wird sich weiterhin für eine langfristige Lösung und Sanierungsmassnahmen einsetzen.

Heute hat der Bundesrat Eckwerte einer neuen Reform der Altersvorsorge vorgestellt. Zur Sanierung der AHV und hauptsächlich zum Ausgleich der durch die Demografie bedingten Mehrkosten soll die Mehrwertsteuer um 1,7 Prozent steigen. Nachdem FDP und SVP die Rentenreform bekämpft haben, kommt nun die Quittung: Es wird viel teurer und die Versprechen nach einer besseren Lösung können nicht eingehalten werden. Die aus dem Reformstau resultierende Erhöhung der Mehrwertsteuer geht der CVP zu weit:

  • Eine so starke Erhöhung trifft insbesondere Familien und Haushalte mit tieferem Einkommen deutlich härter. Die CVP wird weiterhin eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer unterstützen.
  • Eine reine Geldspritze in die AHV ohne Sanierungsmassnahmen ist keine Lösung, und kommt viel zu teuer. Eine umfassende Sanierung ist nötig.

Reformstau auf Kosten des Mittelstands

Die von FDP und SVP versprochene „bessere“ Alternative zur Rentenreform ist heute weit und breit nicht in Sicht. Sie hat gar nie existiert. Die CVP fordert die FDP und SVP auf, dem Volk reinen Wein einzuschenken und den Reformstau auf Kosten des Mittelstands und den Rentnerinnen und Rentnern zu beenden.

CVP fordert umfassende Sanierung für sichere Renten

Unsere AHV ist seit dem Scheitern der Rentenreform nicht mehr gesichert. Die CVP fordert noch in dieser Legislaturperiode eine Vorlage, um ein Milliardendefizit in der AHV zu hindern. Eine reine Abbauvorlage wird die CVP jedoch nicht akzeptieren und wird sich dafür einsetzen, dass die Renten über beide Säulen auf dem heutigen Niveau gesichert werden. In der AHV braucht es deshalb die Angleichung und Flexibilisierung des Rentenalters von Mann und Frau in mehreren Schritten und mit sozialem Ausgleich. Eine Erhöhung des AHV-Referenzalters über 65 Jahre kommt für die CVP nicht in Frage. Zudem fordert die die CVP die Behebung der diskriminierenden Heiratsstrafe in der AHV. Zudem sind Massnahmen zur Sanierung der beruflichen Vorsorge nötig, um das Rentenniveau zu sichern und der demografischen Entwicklung anzupassen.

Die CVP bietet Hand zu einer Lösung. In der Pflicht stehen jetzt aber insbesondere diejenigen Parteien und Verbände, die die vorgeschlagene Rentenreform 2020 bekämpft haben.

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CVP Schweiz

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