21.09.2017 / Artikel / Sozialwerke / Altersvorsorge 2020

2x JA zur Rentenreform: Anliegen der Frauen stark verbessert

Bundesrat und Parlament legen der Bevölkerung ein ausgewogenes Paket dar, welches das Ziel erreicht, das Rentenniveau insgesamt zu erhalten.  

Wir werden immer älter, die Babyboomer kommen ins Rentenalter und die Renditen der Pensionskassen bleiben schlecht. Gründe genug, um den 20-jährigen Reformstau bei der Altersvorsorge endlich zu stoppen. Aus den gescheiterten Reformen haben wir die Lehren gezogen: Nur eine Gesamtlösung kann die Blockaden beenden. Bundesrat und Parlament legen der Bevölkerung ein ausgewogenes Paket dar, welches das Ziel erreicht, das Rentenniveau insgesamt zu erhalten.

Mit der neuen Reform wird zwar das Rentenalter der Frau auf 65 erhöht, unter dem Strich enthält die Gesamtlösung für die Frauen aber dringend nötige Verbesserungen: Neu werden Deckungslücken für teilzeitarbeitende Frauen geschlossen, indem der Koordinationsabzug gesenkt und flexibilisiert wird. Davon profitieren in erster Linie Arbeitnehmerinnen in Teilzeitanstellungen mit tiefen Löhnen: Ihre künftigen Pensionskassenrenten werden so steigen. Auch dank den Rentenverbesserungen bei der AHV wird das heute viel zu tiefe Renteneinkommen der Frauen steigen. Das ist besonders für die rund 500‘000 erwerbstätigen Frauen wichtig, die keine Pensionskasse haben.

Neu gibt es auch eine individuelle Gestaltung der Pensionierung: Diese kann zwischen 62 und 70 vollzogen werden. Dank Teilrenten, die nebst einer Teilzeitarbeit bezogen werden können, wird künftig die gleitende Pensionierung möglich sein.

Bei einem Scheitern der Vorlage wird es für alle Beteiligten – insbesondere für Frauen – viel teurer werden, weil der AHV-Fonds schnell defizitär würde und später ein Milliardenloch gestopft werden müsste. Das ist verantwortungslose Politik. Die teuerste Variante zu dieser Rentenreform ist ein Nein, denn jede neue Vorlage wird mehr kosten. Deshalb braucht es 2x JA zur Rentenreform.

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