06.07.2017 / Communiqués / Sozialwerke / AHV, Rentenreform

Happy Birthday AHV!

Heute vor 70 Jahren sagten die Schweizer Stimmberechtigen JA zur Einführung der Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV. 70 Jahre später droht das wichtigste Sozialwerk der Schweiz in Schieflage zu geraten und braucht dringend eine wirksame Rentenreform.

Am Sonntag, 6. Juli 1947, waren die Schweizer Männer dazu aufgerufen, an der Urne über die Einführung der Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV abzustimmen. 80 Prozent der Stimmberechtigen sagten damals Ja zum neuen Bundesgesetz, bei einer eindrücklichen Stimmbeteiligung von über 79 Prozent. Ein halbes Jahr später wurden dann die ersten Renten ausbezahlt.

70 Jahre später steht es kritisch um das wichtigste Sozialwerk der Schweiz. Zwischen 1947 und 1995 gab es zehn AHV-Revisionen. Seither sind alle gescheitert. Wir haben das Glück, im Durchschnitt rund acht Jahre länger zu leben, als es 1947 der Fall war und die Anzahl Rentnerinnen und Rentner steigt. Deshalb und aufgrund der aktuellen Finanzlage verschärft sich die Finanzierungslücke in der AHV jährlich. Ohne Reform wird das kumulierte Umlagedefizit im AHV-Fonds im Jahr 2030 rund 40 Milliarden Franken betragen, im Jahr 2035 sogar rund 90 Milliarden Franken. Die AHV wäre damit nicht mehr in der Lage, alle laufenden Renten auszuzahlen.

Auch in der 2. Säule herrscht ein Ungleichgewicht

Aufgrund des hohen Umwandlungssatzes bezahlt die aktuell berufstätige Generation 1,3 Milliarden Franken pro Jahr an die Rentnergeneration. Diese Milliardenumverteilung geht weiter und verschärft sich zunehmend. Auch die zweite Vorsorgesäule ist damit im Ungleichgewicht und gefährdet die Stabilität der Altersvorsorge zusätzlich. Mit der Rentenreform wird der Umwandlungssatz für den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge von 6,8 auf 6 Prozent gesenkt und die unerwünschte Umverteilung damit stark verringert.

Die Senkung des Umwandlungssatzes bringt aber Renteneinbussen mit sich. Die Rentenreform kompensiert diese mit Massnahmen in der zweiten Säule sowie mit einer Erhöhung der AHV-Renten von monatlich 70 Franken und mit der Erhöhung des AHV-Ehepaarplafonds von 150 auf 155 Prozent. Damit wird das Rentenniveau gesichert. Mit der Anhebung des Plafonds wird zudem ein wichtiger Schritt hin zur Beseitigung der Heiratsstrafe bei der AHV gemacht, wofür sich die CVP seit Jahren stark macht.

Alles Gute für die nächsten 70 Jahre

„Es freut mich, dass die AHV gleich jung ist wie ich und ich wünsche der wertvollsten Schweizer Errungenschaft im Bereich der Sozialwerke auch für die kommenden 70 Jahre alles Gute. Darum braucht es diese Reform dringend!“ Sagt alt CVP-Nationalrätin Rosmarie Dormann (LU), die sich als Sozialpolitikerin schweizweit einen Namen gemacht hat und in diesem Jahr ihrerseits den 70. Geburtstag feiern kann. „Vor 70 Jahren haben die Schweizer Männer mit Mut und Weitsicht die AHV gegründet. Am 24. September dürfen die Männer und die Frauen Ja sagen zur AHV. Das ist doch wunderbar!“

Die CVP will, dass die AHV auch die nächsten 70 Jahre die Renten aller Generationen sicherstellen kann. Mit der Reform Altersvorsorge 2020 machen wir dazu den ersten wichtigen Schritt. Darum JA zur Rentenreform am 24. September 2017!

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