15.06.2017 / Artikel / Umwelt und Energie / Klimaabkommens von Paris, Ratifizierung, Klimapolitik, Innovation, Wachstum

Klimapolitik: Eine Chance für die Schweiz

In der Sommersession hat das Parlament grünes Licht für die Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris gegeben. Die Schweiz bekräftigt damit ihren Willen, mit einer aktiven Klimapolitik ihre Verantwortung gegenüber den zukünftigen Generationen wahrzunehmen. Die Umsetzung des Abkommens ist eine Chance für den Innovationsstandort Schweiz.

Das Parlament liess sich vom Entscheid des US-Präsidenten Donald Trump, das Pariser Klimaabkommen aufzukündigen, nicht beeindrucken. Mit der Ratifizierung des Übereinkommens stellt es in der Klimapolitik die richtigen Weichen und nimmt seine Verantwortung im Kampf gegen die Erderwärmung wahr. Angesichts der dramatischen Folgen des Klimawandels und ihrer unvermeidlichen Auswirkungen auch auf die Schweiz wäre jedes andere Handeln unentschuldbar gewesen. Klimaschutz ist eine existenzielle Frage.

Klimapolitik fördert Innovation und Wachstum

In der Debatte über die Beschlüsse der Pariser Konferenz wurde verschiedentlich auf die wirtschaftlichen Kosten der Klimapolitik verwiesen. Diese Sichtweise greift zu kurz. Der Umstieg auf CO2-neutrale, erneuerbare Energiequellen ist ein globaler Trend. Innovative Technologien, die zum Schutz und zur Erhaltung der natürlichen Systeme beitragen, sind weltweit nachgefragt.

Für die innovationsorientierte Schweizer Wirtschaft ist dies eine grosse Chance. Sie verfügt bereits heute über leistungsstarke und verlässliche Technologien im Energie- und Effizienzbereich. Die Umsetzung der Klimaziele schafft günstige Rahmenbedingungen, um dieses Potenzial optimal zu nutzen. Davon profitiert der Wissens- und Innovationsstandort.

Im Einklang mit der Energiestrategie 2050

Mit der Annahme der Energiestrategie 2050 brachte die Schweizer Bevölkerung unzweideutig zum Ausdruck, dass sie auf erneuerbare Energien und einen geringeren CO2-Ausstoss setzt. Die Ratifizierung des Pariser Abkommens bestätigt diese Marschrichtung. Das Parlament hat nun die Gelegenheit, im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes Nägel mit Köpfen zu machen, um das Ziel einer Halbierung der Treibhausemissionen bis 2030 zu erreichen.