07.06.2017 / Artikel / Bildung und Forschung / Fremdsprachen, Primarschule

Fremdsprachenkompetenz stärken – Englisch und Französisch in der Primarschule

Die Frage, wie viele und welche Fremdsprachen wann in der Volksschule unterrichtet werden sollen, wird schweizweit kontrovers diskutiert. Am 21. Mai konnte sich dazu die Zürcher Stimmbevölkerung äussern. Die kantonale Volksinitiative „Mehr Qualität – eine Fremdsprache an der Primarschule“ wurde mit 60 Prozent deutlich abgelehnt. Was heisst dies für andere Kantone?

Die Stimmbürgerinnen und -bürger des Kantons Zürich lehnten am 21. Mai die sogenannte Fremdspracheninitiative klar und deutlich ab. Diese forderte, dass in Zukunft nur noch eine Fremdsprache in der Primarschule unterrichtet wird. Das 2004 eingeführte Sprachenkonzept des Kantons Zürich sieht indes vor, dass in der Primarschule zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, Englisch ab der 2. und Französisch ab der 5. Klasse. Dieses Sprachenkonzept, das sich bewährt hat, ist ein wichtiger Grundpfeiler der Qualität der Zürcher Volksschule.

Keine Angleichung des Niveaus nach unten

Mit ihrem Bekenntnis zu zwei Fremdsprachen in der Primarschule sendeten die Zürcherinnen und Zürcher in der aktuellen sprachenpolitischen Debatte auch über die Kantonsgrenze hinweg ein wichtiges Signal aus: In der Volksschule soll auch in Zukunft ein gutes Sprachenportfolio angestrebt werden – und nicht eine Nivellierung des Niveaus nach unten.

In Zeiten, in denen die Welt näher zusammenrückt und das Beherrschen von Fremdsprachen eine Schlüsselkompetenz ist, insbesondere auch für die Wirtschaft, ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler beide Fremdsprachen möglichst gut beherrschen, sowohl Englisch als auch Französisch.

Die CVP des Kantons Zürich plädiert daher dafür, dass unsere Schülerinnen und Schüler früh die Möglichkeit erhalten sollen, mit beiden Sprachen vertraut zu werden.

Autor

Josef Wiederkehr

Text Kantonsrat Zürich

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