05.04.2017 / Communiqués / Familie / Kinderbetreuung

Arbeit muss sich lohnen

Der Bundesrat eröffnet heute das Vernehmlassungsverfahren zur Erhöhung der Steuerabzüge für die Kinderdrittbetreuungskosten. Die CVP steht dieser Vorlage grundsätzlich positiv gegenüber. Grundsatz ist, dass sich Arbeit für beide Elternteile lohnen muss. Diese Vorlage ist aber für die CVP mit weiteren Massnahmen verknüpft, vor allem mit der Änderung des Bundesgesetzes über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung, die im Mai im Nationalrat behandelt wird.

Die Vorlage des Bundesrates sieht vor, dass Eltern die Kosten für die ausserfamiliäre Betreuung ihrer Kinder auf Bundesebene bis maximal 25‘000 Franken pro Kind und Jahr von den Steuern abziehen können. Bei den kantonalen Steuern sollen mindestens 10‘000 Franken abzugsfähig sein.

In 75 Prozent aller Familien tragen heute beide Elternteile mit ihrer Erwerbstätigkeit zur wirtschaftlichen Sicherheit der Familie bei. Das zweite Einkommen darf nicht durch Steuern oder Kinderbetreuungskosten aufgefressen werden. Steuer- sowie Infrastrukturmassnahmen sind wichtige Elemente, um das Potenzial insbesondere von Frauen zur Integration in den Arbeitsmarkt besser auszuschöpfen, was einem zentralen Anliegen der Fachkräfteinitiative entspricht. Mit dem aktuellen Fachkräftemangel wird der Druck auf die Familien erhöht, sich noch mehr in der Wirtschaft zu engagieren. Ihre wirtschaftliche Situation soll dadurch verbessert werden. Deshalb steht die CVP einer Erhöhung des Steuerabzuges für die Kinderdrittbetreuungskosten grundsätzlich positiv gegenüber.

Diese Vorlage ist für die CVP aber mit weiteren Massnahmen verknüpft, vor allem mit der Änderung des Bundesgesetzes über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung, die im Mai im Nationalrat behandelt wird. Damit alle Familien von Massnahmen zur Verbesserung der Vereinbarung von Beruf und Familie profitieren können und die Betreuungsmöglichkeiten ständig verbessert werden, ist es wichtig, dass auch diese Vorlage angenommen wird – hier werden wir FDP und SVP in die Pflicht nehmen.

Die CVP wird die Vorschläge des Bundesrates im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens – auch im Hinblick auf die Folgen für die Kantone – eingehend prüfen und sich konkret dazu äussern.

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