15.03.2017 / Artikel / Die CVP / Solothurn, kantonale Wahlen

Drei Fragen an Sandra Kolly, Präsidentin CVP Solothurn

Die CVP Solothurn hat am Sonntag das erste Mal in 36 Jahren wieder an Wähleranteil zugelegt. Sandra Kolly, Präsidentin der CVP Solothurn, über Erfolge, Verluste und die Zukunft.

Die CVP Solothurn hat am Sonntag das erste Mal in 36 Jahren wieder an Wähleranteil zugelegt. Sind Sie zufrieden? 

Wir freuen uns sehr, dass wir endlich wieder an Wähleranteil gewonnen haben. Für uns ist das eine echte Trendwende! Die Talsohle ist erreicht, es geht aufwärts. Das uns das bereits jetzt gelang, kam für viele überraschend. Wir wussten, dass unsere Politik bei den Leuten ankommt und dass wir nun zugelegt haben, ist der Beweis dafür. Getrübt wird die Freude, dass wir mit unglaublich viel Pech zwei Sitze verloren haben. Das ist bitter. Wir nehmen aber das Positive mit: Die CVP Kanton Solothurn ist gut aufgestellt!

Es gingen zwei Sitze verloren – die SP hat vier Sitze gewonnen. Wie geht es nun weiter?

Die Mitte hat verloren. Unsere Fraktionspartner BDP, GLP und EVP haben allesamt stark an Wähleranteilen verloren. Die Linke ist gestärkt. Wir machen uns auch weiter stark für eine bürgerlich-soziale Politik. Faire Renten, sichere Arbeitsplätze und weniger Belastungen für den Mittelstand.

Waren Sie zufrieden mit dem Wahlkampf; was würden Sie allenfalls anders machen? 

Wir sind zufrieden mit dem Wahlkampf. Es gab einen guten Mix – intensiver Strassenwahlkampf, gute Aushängeschilder, engagierte Kandidierende, Mobilisierungsaktionen wie Briefe in die Haushalte oder eine Telefonaktion. Das Wahlresultat gab uns Recht. Neben der SP sind wir die einzige Partei, die gewonnen hat.