10.03.2017 / Artikel / Die CVP / in puncto, Wallis, Regierungsratswahlen, C-Parteien

in puncto… Wallis

Die Regierungsratswahlen im Wallis waren ein grosser Erfolg für die CVP. Unsere drei Kandidaten Christophe Darbellay, Jacques Melly und Roberto Schmidt erzielten die besten Resultate, gefolgt von zwei Kandidierenden der SP.

Dieser Erfolg ist nicht selbstverständlich, weil er der verdiente Lohn ist für die enorme Arbeit der Kandidierenden und der C-Parteien im Wallis. Er ist auch etwas überraschend. Denn der Wahlkampf war äusserst hart und polemisch. Der Versuch der SVP, die CVP zu spalten, scheiterte deutlich. Natürlich entscheidet erst ein zweiter Wahlgang über die definitive Zusammensetzung der Walliser Regierung. Das ist allen klar, und an Einsatz wird es nicht fehlen. Aber der Anspruch der CVP auf die Regierungsmehrheit ist von der Walliser Bevölkerung deutlich bestätigt worden.

Bemerkenswert und überraschend ist das Resultat des SVP-Kandidaten, der vor vier Jahren noch das beste Ergebnis erzielte. Nach dem ersten Wahlgang wäre er nicht mehr Regierungsrat. Die Gründe kennen die Walliser am besten. Für mich ist es ein Zeichen, dass der SVP-Vertreter den Wandel von einem Parlamentarier zu einem Exekutivpolitiker nicht vollzog. Von einem Regierungsmitglied in der Schweiz erwartet man konkrete Resultate, eine konstruktive Zusammenarbeit und auch eine Politik für das Gemeinwohl statt für Partei- oder persönliche Interessen. Nur er selbst weiss, ob er diesen Wechsel hin zu einem Regierungsrat nicht machen wollte oder nicht konnte.

Im Parlament musste die CVP schmerzliche Sitzverluste hinnehmen. Eine erste Analyse zeigt, dass zwei Ursachen dieses Ergebnis prägten: Erstens der Wechsel zu einem neuen Wahlsystem, das die kleineren Parteien begünstigt, und die grossen bestraft. Das neue Wahlsystem ist eine Folge eines Urteils des Bundesgerichts. Zwei Sitzverluste gehen auf dieses Konto. Zweitens die Verschiebung von vier Sitzen aufgrund der Bevölkerungszahl vom Oberwallis ins Unterwallis. Die C-Parteien sind im Oberwallis stark, und deshalb von dieser Verschiebung besonders betroffen. Das macht die sechs Sitze aus, die die C-Parteien verloren.

Im alten Wahlsystems wäre der Wähleranteil der C-Parteien etwa konstant geblieben. Das gehört zum Erfreulichen der Wahlen: die Walliser C-Parteien haben besser abgeschnitten als man auf den ersten Blick meinen könnte. Sie haben sehr gut mobilisiert, und vor allem: enorm viel gearbeitet. Herzlichen Dank dafür und unseren drei Regierungsratskandidaten viel Erfolg im zweiten Wahlgang!