08.03.2017 Artikel Gesundheit

70 Franken mehr AHV ist auch besser für die Frauen

Frauen fahren mit 70 Franken mehr AHV besser und profitieren von den Millionären. Nicht umgekehrt, wie das nachfolgende Beispiel zeigt.

Frauenfreundlich sei es, den Koordinationsabzug abzuschaffen. „Kein AHV-Zustupf für Millionäre auf Kosten der Frauen“, flötet es von freisinniger Seite. Die Fakten bestätigen das Gegenteil, wie das folgende Beispiel einer über 40-jährigen Frau mit einem Einkommen von 40‘000 Franken aufzeigt. Heute belaufen sich die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer (AHV und BVG) auf 5659 Franken pro Jahr. Mit dem SVP-FDP-Modell werden es künftig 8760 Franken sei, also 3101 Franken mehr als heute. Beim Ständeratsmodell beläuft sich der Mehrbetrag auf 1661. Dafür bezahlen auch Millionäre 0,3 Prozent mehr AHV-Beiträge. Im SVP-FDP-Modell müssen gut Situierte hingegen gar nichts bezahlen. FDP und SVP wollen die ganze Reform durch Angestellte im Tieflohnbereich finanzieren lassen. Diese hätten folglich weniger Geld im Portemonnaie als bisher, während Millionäre geschont werden. Zu bedenken ist auch, dass viele Frauen keine zweite Säule haben und daher von den 70 AHV-Erhöhung auch profitieren können, während sie im Nationalratsmodell leer ausgehen.

Fazit: Die Frauen fahren mit 70 Franken mehr AHV besser und profitieren von den Millionären. Nicht umgekehrt.