06.03.2017 Artikel Klima & Umwelt alternative Energien, Energiestrategie 2050, Energiestrategie, Atomkraftwerke, Wasserkraft

Energiestrategie: Ja zu einheimischer Energie

Die Energieversorgung der Schweiz erfolgt heute zu zwei Dritteln mit fossilen Brennstoffen. Dies ist klimapolitisch schlecht und volkswirtschaftlich unsinnig. Eine Energiepolitik, welche auf die heutigen Herausforderungen Antworten gibt, ist daher nötig und zum Wohl unseres Landes.

JA zur Versorgungssicherheit

Wer zur Energiestrategie Nein sagt und stattdessen den Bau neuer Atomkraftwerke fordert, blendet eine Realität aus. Neue Atomkraftwerke könnten nur mit Subventionen in Milliardenhöhe betrieben werden. Und der Widerstand aus der Bevölkerung wäre viel zu gross. Ich möchte die Auslandabhängigkeit nicht unnötig vergrössern und weiterhin eine maximale Versorgungssicherheit gewährleisten.

JA zu Investitionen in der Landwirtschaft

Fördermassnahmen sorgen dafür, dass die Energieversorgung gestärkt wird, und zwar mit Investitionen in der Schweiz und nicht im Ausland. Der Landwirtschaft kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Grössere landwirtschaftliche Bauten sind für Photovoltaikanlagen in besonderem Mass geeignet, und eine konsequentere Nutzung der Biomasse (v.a. Gülle und Holz) kommt dem Bauernstand zu Gute. Die dazu notwendige Erhöhung des Netzzuschlags um maximal 0,8 Rappen pro Kilowattstunde ist tragbar, auch dank der in den letzten Jahren gesunkenen Energiepreise.

JA zur Wasserkraft

Die Wasserkraft ist das Rückgrat der schweizerischen Stromversorgung. Laufkraftwerke liefern wichtige Bandenergie, und Speicherkraftwerke helfen, die Versorgungssicherheit hoch zu halten. Damit dies so bleiben kann, werden auch bestehende Wasserkraftwerke unterstützt. Und Investitionen in grössere Produktionsanlagen sind neu von „nationalem Interesse“. Ein Nein zur Energiestrategie ist daher auch ein Nein zur Wasserkraft.

JA zum inländischen Gewerbe

Die mit der Energiestrategie beschlossene Stärkung des Gebäudeprogramms ermöglicht es den Eigentümern, den Wert ihrer Immobilien zu steigern und die Energiekosten langfristig zu reduzieren. Davon profitiert das einheimische Gewerbe, nicht zuletzt in den ländlichen Regionen.

Die Gegner der Energiestrategie liefern keine Antwort auf die Frage, wie sie die Versorgungssicherheit in Zukunft gewährleistet wollen. Denn neue Atomkraftwerke zu bauen, ist keine ernste Alternative. Ich sage daher aus Überzeugung JA zur Energiestrategie.