03.03.2017 Artikel Klima & Umwelt Klimawandel, Weltklimakonferenz, in puncto, Klimapolitik, Klimaziele, Umwelttechnologie, Umweltschutz

in puncto… China, USA und Paris

China und die Vereinigten Staaten gaben am G-20-Gipfel im ostchinesischen Hangzhou im September 2016 einen historischen Schritt bekannt: Sie schlossen sich dem Klimaschutzabkommens von Paris an, das im Dezember 2015 verhandelt worden war. US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Xi Jinping übergaben in Hangzhou an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die entsprechenden Dokumente. Kurz zuvor hatte der chinesische Volkskongress in Peking das Abkommen ratifiziert.

Wenn Sie einmal in Peking waren, dann können Sie es riechen und sehen, warum die chinesische Regierung diesen Schritt machte. Ein Regime, das an der Macht bleiben will, kann es sich langfristig nicht leisten, seine Einwohner zu vergiften. Es ist aus Sicht des Regimes schlichtweg vernünftig, die Klimaziele anzustreben. Man kann auch aus machiavellistischen Gründen umweltbewusst handeln.

Wenn Sie einmal in New York waren, oder im Silicon Valley, dann können Sie sehen und lesen, warum die amerikanische Regierung sich endlich auf die Klimaziele verpflichtete. Umwelttechnologie, Innovation und Reduktion des CO2 sind Investments, die rentieren. Keine amerikanische Regierung kann es sich leisten, die Börse langfristig zu ignorieren. Man kann auch aus kapitalistischen Motiven umweltbewusst handeln.

Diese Woche beschloss der Nationalrat gegen den Widerstand der SVP die Genehmigung dessen, was China und die USA wollen. Eine äusserst erfolgreiche Unternehmerin aus der SVP-Fraktion sagte vor ein paar Jahren: Die chinesische Regierung agiert "wirklich äusserst kompetent – vor allem wenn man sie zum Beispiel mit europäischen Regierungen vergleicht. Letztere wollen ja in erster Linie sich selber profilieren und handeln nicht aus Verantwortung für ihr Land. Ungeliebte Probleme gehen sie deshalb oft nicht an. Die chinesische Regierung hingegen denkt und handelt sehr fundiert, professionell und langfristig ausgerichtet."

Sie hat Recht. Schade, hat die SVP-Fraktion nicht auf sie gehört.