01.03.2017 Artikel Gesundheit Pflegefachmangel, Pflegepersonal, Fachhochschule, Pflege

Jetzt handeln beim Pflegefachmangel

Der Pflegenotstand wird in den nächsten Jahren immer grösser. Es ist deshalb ein bedeutender gesundheits- wie auch gesellschaftspolitischer Auftrag für uns, den Pflegeberuf in vielen Generationsbereichen für die Zukunft attraktiver zu gestalten.

Wie können wir junge Menschen dazu motivieren, sich für eine Pflegefachausbildung zu entscheiden? Auf welche Weise gelingt es, WiedereinsteigerInnen für die wertvolle Tätigkeit in Spitälern und Heimen zu gewinnen? Wie ist es grundsätzlich möglich, die Attraktivität in diesem zunehmend wichtiger werdenden Berufsfeld nachhaltig zu steigern, damit Notstände in diesem Segment nicht entstehen oder sich zielgerichtet auffangen lassen? Mich beschäftigen diese drei Fragen nicht nur als Gesundheitspolitiker, der sich bewusst ist, dass wir es hier mit einer Zukunftsherausforderung zu tun haben, die letztlich uns alle angeht.

Anerkennung stärken

In meiner Tätigkeit als Dozent an mehreren Fachhochschulen für Gesundheitsberufe habe ich regelmässig die Gelegenheit, mich mit Auszubildenden wie auch mit Lehrkräften über konkrete Bedürfnisse zu unterhalten, die den Pflegeberuf als Ganzes noch interessanter zu machen vermögen. Themen wie gute Weiterbildungsmöglichkeiten, zeitgemässe Anstellungsbedingungen und die eigenverantwortliche Berufsausübung sind es, welche die Betroffenrn beschäftigen. Die Pflegetätigkeit verdient einen höheren, angemesseneren Stellenwert in unserer Gesellschaft. Bei blossen Bekenntnissen dazu darf es nicht bleiben. Politisch sind vom Bund wie von den Kantonen die entsprechenden Mittel bereitzustellen, dass die Anerkennung nachhaltig gestärkt wird.

Dienst an Mitmenschen

Die Gesundheit ist unser wertvollstes Gut. Wer im Pflegebereich tätig ist, der erfüllt einen unschätzbaren Dienst an Mitmenschen. Dies sage ich mit Respekt für das Geleistete, das sich durch ausgeprägten Sinn auszeichnet. Zuviele Berufsabbrechende lassen sich davon jedoch nicht mehr überzeugen. Hier besteht deutlicher Bedarf, gute Argumente zu bringen.