16.12.2016 / Artikel / Wirtschaft / Handelskammer beider Basel, Bildung, Personenfreizügigkeit

Elisabeth Schneider-Schneiter wird Präsidentin der Handelskammer beider Basel

Elisabeth Schneider-Schneiter diese Woche einstimmig zur zukünftigen Präsidentin der Handelskammer beider Basel gewählt. Sie ist die erste Vertreterin der CVP, die dieses Amt übernimmt.

Elisabeth Schneider-Schneiter, was hat Sie dazu bewogen, dieses Amt anzunehmen?

Ich freue mich sehr, dass ich für dieses wichtige Mandat berufen wurde und dieses nun ab Mitte nächsten Jahres ausüben darf. Als Präsidentin der Handelskammer kann ich mich noch konkreter für die wirtschaftlichen Anliegen der Region Basel und der ganzen Schweiz einsetzen. Eine gesunde Wirtschaft ist Grundlage für ein funktionierendes Land. Das Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft ist deshalb fundamental.

In welchen Bereichen werden Sie erstmals Prioritäten setzen?

Die gute Arbeit, welche die Handelskammer seit Jahren erbringt, werden ich gemeinsam mit Vorstand und Geschäftsleitung weiterführen. Neue Akzente werde ich in der Aussenwirtschaft und der Exportförderung setzen. Wichtig sind dabei die Bilateralen, aber auch Freihandelsabkommen und Investitionsschutzabkommen mit Drittstaaten. Als Vizepräsidentin der Aussenpolitischen Kommission und Mitglied der Europaratsdelegation bringe ich in diesen Dossiers viel Erfahrung mit. Zudem werde ich mich dafür einsetzen, dass unsere Anliegen als Wirtschaftsregion mit der höchsten Wertschöpfung pro Kopf in der Schweiz in Bundesbern mehr Gehör erfahren. Denn immer mehr für unsere Region wichtige Dossiers werden auf Bundesebene entschieden.

Worin sehen Sie die aktuellen Herausforderungen für die Schweizer Wirtschaft?

Die Wirtschaft ist aufgefordert immer wieder aufzuzeigen, was der Wirtschaft in unserem Land nützt und was ihr schadet. Wenn wir unsere Region betrachten, müssen wir sicherstellen, dass wir auch in Zukunft über attraktive Wirtschaftsflächen für Gewerbe und Industrie verfügen. Eine gute Verkehrsanbindung mit Strasse und Schiene ist ebenfalls zentral. Aus diesen Gründen setze ich mich im kommenden Februar für ein JA zum NAF ein. Aber auch der Bildung müssen wir das nötige Gewicht geben, sei dies mit dem Lehrplan 21, mit einer starken Universität Basel, einer attraktiven Fachhochschule Nordwestschweiz oder mit einer noch engeren Zusammenarbeit mit der ETH. Auf Bundesebene sehe ich als aktuelle, zentrale Themen für unsere Wirtschaftsregion die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III und der Masseneinwanderungsinitiative. Die grösste Herausforderung bei allen diesen Dossiers wird sein aufzuzeigen, dass eine wirtschaftsfreundliche Politik letztlich uns allen dient.