12.09.2016 / Artikel / Sozialwerke / AHVplus, Altersvorsorge 2020, Altersvorsorge

Nein zu pauschalen Rentenerhöhungen auf Kosten der Jungen

Die Initiative AHVplus der Gewerkschaften verspricht eine pauschale Rentenerhöhung von zehn Prozent. Das ist unverantwortlich, denn die damit fehlenden Milliarden von Franken in der bereits angeschlagenen Altersvorsorge werden direkt auf der Kreditkarte der Jungen verbucht. Damit torpedieren wir den Generationenvertrag und gefährden die AHV, statt sie zu sichern.

Die demografische Entwicklung ist für die Altersvorsorge eine grosse Herausforderung. Immer weniger junge Erwerbstätige müssen immer mehr Renten finanzieren. Bereits 2014 hat die AHV rote Zahlen geschrieben. Werden keine Gegenmassnahmen ergriffen, fehlen bis 2030 jährlich 7,5 Milliarden Franken. Mit der Initiative wären es 2030 nochmals 5,5 Milliarden Franken mehr. Um die Renten zu sichern, braucht es die Altersreform 2020 und nicht eine pauschale Rentenerhöhung.

Nicht zum Schaden der Jüngeren

Laut Initiative sollen alle Rentner mehr AHV erhalten – egal ob sie finanziell darauf angewiesen sind oder nicht. Diese Verteilung nach dem Giesskannenprinzip ist falsch und teuer. Laut Initianten sollen das die Berufstätigen und Arbeitgeber über höhere Lohnbeiträge bezahlen. Es darf aber nicht sein, dass diese Milliarden einfach auf die Kreditkarte der Jungen gebucht werden! Das ist kurzsichtig und unfair.

Deshalb braucht es ein klares NEIN zu AHVplus am 25. September 2016.