22.01.2016 / Communiqués / Familie / Vaterschaftsurlaub

Ein weiterer Rückschlag für den Vaterschaftsurlaub

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) hält nicht an ihrem Entscheid zum Vaterschaftsurlaub fest. Nach dem ursprünglichen Ja der nationalrätlichen Kommission und dem Nein der Schwesterkommission, hat sich die SGK-N nun gegen den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub geäussert. Damit wird ein berechtigtes und wichtiges Anliegen der Familien und der CVP abgewiesen. Der Nationalrat wird das letzte Wort haben.

Mit seiner parlamentarischen Initiative will Nationalrat Martin Candinas (GR) einen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen möglich machen. Die Finanzierung soll analog der Mutterschaftsversicherung über die Erwerbsersatzordnung (EO) gesichert werden. 

Nachdem die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) Mitte April 2015 der parlamentarischen Initiative Folge gab, wurde sie von der ständerätlichen Schwesterkommission (SGK-S) aus Finanzierungsgründen abgelehnt. Diese Woche hat die SGK-N nun knapp entschieden, nicht an ihrem ursprünglichen Entscheid festzuhalten. Die CVP bedauert, dass die Mehrheit der Kommission – mit Stichentscheid des Präsidenten Ignazio Cassis (FDP) – das Bedürfnis der Väter nicht anerkennt. Nun geht das Geschäft in den Nationalrat, der schliesslich entscheiden muss.

Die CVP bedauert diesen Entscheid. Wir werden uns weiterhin für eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark machen. Das Ziel eines finanzierbaren, zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs werden wir dabei nicht aus den Augen verlieren. 

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