08.01.2016 Artikel Bildung & Forschung

Ein klares Zeichen für den Jugendsport!

Nachdem das Geschäft zuvor nicht weniger als drei Mal kurzfristig aus dem Sessionsprogramm des Nationalrats geflogen war, behandelte die Grosse Kammer in der vergangenen Wintersession die von mir 2013 eingereichte Motion, in der ich die Schaffung von mindestens drei nationalen Zentren für den Schneesport zu Gunsten des Breitensports fordere. Unser Parlament stimmte dem Begehren mit 91 Ja- gegen 84 Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen zu.

Kein Weihnachtsgeschenk für die Schweizer Jugend

Die Annahme dieser Motion hätte als wunderbares Weihnachtsgeschenk für die Jugend unseres Landes dienen können. Dass daraus vorerst einmal nichts geworden ist, dafür hat Bundesrat Ueli Maurer gesorgt. Der inzwischen – um es in der Sportlersprache zu formulieren – freiwillig selbst ausgewechselte frühere Sportminister verkündete in seiner letzten VBS-Botschaft den vorläufigen Verzicht auf nationale Schneesportzentren. Für mich ein enttäuschender Schritt, da er alleine mit der finanziellen Situation des Bundes begründet wird. Was mich ärgert ist die spürbare fehlende Bereitschaft, sich wirklich inhaltlich auf die Geschichte einzulassen.

Starke Kritik gegenüber der Vorgehensweise des Bundesrates kam auch aus der Fachsportszene zur bereits angelaufenen Planung eines nationalen Schneesportzentrums für den Leistungssport mit dem vom VBS bevorzugten Standort Lenzerheide.

Bestehende Infrastrukturen nutzen

Ich hingegen setze auf eine regionale Verankerung der Zentren mit vernünftigen Anfahrtszeiten. Bestehende Infrastrukturen sollen zwingend genützt werden, Kooperationen mit den Kantonen und Gemeinden ebenso angestrebt werden wie mit der Skiindustrie und dem Tourismus. Die Kosten können und müssen damit steuerbar tief bleiben.

Meine Idee ist es, mehr Eigeninitiative und Motivation für künftige Schneesportaktivitäten von Schulklassen, Vereinen und Familien auszulösen. Politisch werde ich weiterhin mit Herzblut dafür kämpfen, dass sich der Bund und auch der Ständerat für die Jugend einsetzt. Denn genau diese Jugend ist die Zukunft der Schweiz.