03.11.2015 Communiqués Familie

Keine Finanzierung für den Vaterschaftsurlaub

Nach dem Ja der nationalrätlichen Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit zur Einführung eines Vaterschaftsurlaubs von zwei Wochen, hat sich die Schwesterkommission im Ständerat heute dagegen ausgesprochen. Damit wird ein berechtigtes und wichtiges Anliegen der Väter abgewiesen.

Mit seiner parlamentarischen Initiative wollte Nationalrat Martin Candinas (GR) einen Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen für alle möglich machen. Die Finanzierung sollte analog der Mutterschaftsversicherung über die Erwerbsersatzordnung (EO) gesichert werden.

Nachdem die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) Mitte April 2015 der parlamentarischen Initiative zusprach, wurde sie heute von der ständerätlichen Schwesterkommission (SGK-S) abgelehnt. Auch wenn das Bedürfnis nach einem Vaterschaftsurlaub von der Kommission durchaus anerkannt worden ist, so steht für die SGK-S aktuell die Finanzierung der Altersvorsoge im Vordergrund. Für eine zusätzliche finanzielle Belastung der Sozialversicherungen ist gemäss der Kommission kein Platz.

Die CVP bedauert den Entscheid der SGK-S. Wir werden uns weiterhin für eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark machen. Das Ziel eines finanzierbaren, zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs werden wir dabei nicht aus den Augen verlieren. 

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