27.08.2015 Artikel Bildung & Forschung #Staatskunde #Initiative

JCVP Zürich lanciert Staatskundeinitiative

Die JCVP Kanton Zürich wagt etwas, das in der Geschichte der CVP Kanton Zürich schon lange nicht mehr vorgekommen ist. Am 21. August 2015 lancierte unsere Jungpartei ihre kantonale Volksinitiative für mehr Staatskunde an Zürcher Schulen.

Immer weniger junge Erwachsene machen von ihren politischen Rechten Gebrauch. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, muss das politische Interesse der Jugend bereits in der Schule geweckt werden. Zu diesem Zweck fordern wir, dass Staatskunde im Verlauf der letzten drei Jahre der obligatorischen Schulpflicht als eigenständiges Fach unterrichtet wird. Denn nur wer seine politischen Rechte kennt, wird von ihnen auch Gebrauch machen. 

Nach der Petition folgt nun die Volksinitiative
Unsere Jungpartei hat bereits vor einem Jahr eine Petition mit über 1000 Unterschriften mit dieser Forderung eingereicht. Erwartungsgemäss lehnte der Regierungsrat diese aus politischer Zurückhaltung ab. Damit ist für uns der Fall klar. In Zeiten sinkender Stimmbeteiligung muss der kantonalen Stimmbevölkerung die Möglichkeit eingeräumt werden, zu dieser wichtigen Frage Stellung zu beziehen. 

Garantiert Staatskundeunterricht ein höheres politisches Interesse? 
Das politische Interesse der Jugend wird sicher nicht mit ungenügendem oder nicht vorhandenem Staatskundeunterricht geweckt. Nur wer die Funktionsweise und Möglichkeiten der politischen Partizipation versteht, wird auch die Möglichkeit eines politischen Engagements in Betracht ziehen. Hier müssen wir die Schulen in die Pflicht nehmen.

Müssen andere Fächer für die Einführung eines Staatskundefachs gestrichen werden?
Diese Frage hängt vom politischen Willen der umsetzenden Behörden ab. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie die Staatskundeinitiative umgesetzt werden kann. So ist Blockunterricht genauso denkbar, wie die Aufstockung des Stundenplans um eine Wochenlektion während eines Semesters. Insofern fügt sich die Staatskundeinitiative genauso in den politischen Prozess, wie auch laufende bildungspolitische Diskussionen ein.