19.08.2015 Artikel Bildung & Forschung

Die Sprachenvielfalt ist unsere Stärke!

Die Sprachenvielfalt unseres Landes ist eine Chance und kein notwendiges Übel. Es ist nicht nötig eine zweite Landessprache vollständig zu beherrschen, sondern es ist wichtig, das Gegenüber zu verstehen, wenn er in seiner Muttersprache spricht und verstanden zu werden, wenn man in seiner eigenen Sprache spricht.

Der Sprachenzusammenhalt stützt sich auch auf die Möglichkeit, an einem Gespräch teilzunehmen, in welchem zwei oder gar drei Sprachen gesprochen werden, in der jeder in seiner Muttersprache spricht, ohne dass ein Dolmetscher beigezogen werden muss. Es ist eine Bereicherung unseres Landes, auf die jeder junge Mensch stolz sein sollte und von der er profitieren sollte.

Die Kenntnis des Anderen, von der Grundschule an

Die erste Fremdsprache, welche in der Schule gelehrt wird, muss immer eine Landessprache sein. Dies ist nicht verhandelbar, denn es geht um unseren nationalen Zusammenhalt!

Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ J. W. von Goethe

Eine Sprache zu lernen, ohne die Gegend zu kennen, in der sie gesprochen wird, ist nicht einfach. Deshalb fordert die JCVP die Schaffung einer Plattform für einen erleichterten Austausch zwischen Schulklassen der verschiedenen Schweizer Sprachregionen.

Schulpartnerschaften über die Sprachgrenzen hinaus

Weshalb folgen wir nicht dem Beispiel der Städte und Dörfer, welche Partnerschaften eingehen und führen dieses Modell an weiterführenden Schulen ein? Die JCVP möchte, dass diese Möglichkeit in Betracht gezogen wird und ist überzeugt, dass Schüler und Lehrkräfte von einer solchen Partnerschaft zwischen zwei Schulen aus zwei Landessprachen stark profitieren können. Eine solche Zusammenarbeit kann über lange Zeit starke Beziehungen über Sprachgrenzen hinaus aufbauen. Die JCVP möchte auch, dass ab dem 9. Schuljahr einige Fächer in einer anderen Landessprache unterrichtet werden, damit das Lernen der Sprache durch den Unterricht in einem lebendigen Umfeld vertieft wird.

Förderung des Sprachenaustauschs innerhalb des Landes

Es darf nicht sein, dass internationale Erasmus-Studenten Finanzhilfen und erleichterte Bedingungen erhalten, jedoch ein solches Angebot innerhalb der Schweizer Sprachregionen für Studierende nicht existiert. Die JCVP fordert hier eine Praxisänderung und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Schweizer Universitäten.  

15 Punkte für unsere Zukunft : www.nicht-ohne-uns.ch