29.07.2015 Artikel Sicherheit Sicherheit, Gewalt

Sicherheit fängt zu Hause an!

Alle sollen sich sicher fühlen. Dies gilt speziell an Orten, wo man sich in der Regel geborgen fühlt, so zum Beispiel zu Hause bei der Familie – im Innersten. Dies ist nicht immer der Fall. Gerade Gewalt in der Familie kann diese innerste Sicherheit massiv bedrohen. Die CVP sieht hier Handlungsbedarf. Steht heute noch zu oft der Täter im Zentrum, braucht es ein Umdenken: Die Politik muss vermehrt opferorientiert handeln. Fokus muss auf den Gewaltopfern, vor allem Kindern sowie alten Menschen liegen.

Die CVP stellt sich aktiv diesen sensiblen Fragen und legt mit einem aktuellen Positionspapier (Link setzen) ihre Position zum Thema innerste Sicherheit dar. 

Die sieben wichtigsten Forderungen der CVP:

  1. Keine Kindesmisshandlungen!
    Wir wollen eine frühzeitige Erkennung und Verhinderung von Kindesmisshandlung durch eine national einheitlich geregelte Meldepflicht, die Schulung von Fachpersonen auf die Erkennung von Kindesmisshandlungen sowie die staatliche Anerkennung der Ausbildung der Mitarbeitenden der Mütter- und Väterberatung.
  2. Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) optimieren!
    Wir verlangen eine regelmässige Evaluation der Arbeit der KESB sowie die Einrichtung eines Pikettdienstes bei den KESB ausserhalb der Bürozeiten, um Notfälle zu betreuen.
  3. Opfer häuslicher Gewalt enger begleiten!
    Wir fordern, dass Opfer von häuslicher Gewalt besser betreut werden und beispielsweise vor der Einstellung des Strafverfahrens erneut angehört werden.
  4. Keine Chance für Wiederholungstäter!
    Wir wollen, dass eine Sistierung des Verfahrens wegen häuslicher Gewalt nur bei Ersttätern möglich ist.
  5. Massnahmen verfügen unabhängig von einer Verurteilung!
    Wir fordern, dass Gewaltpräventionsmassnahmen als Bedingung für die Einstellung eines Verfahrens wegen häuslicher Gewalt angeordnet werden – auch wenn keine Verurteilung erfolgt.
  6. Keine Gewalt im Alter!
    Wir verlangen, dass Gewalt im Alter mittels einer Informations- und Präventionskampagne enttabuisiert und entschieden entgegentreten wird. Dazu verlangen wir die Einrichtung einer nationalen Anlaufstelle für Betroffene sowie eine national einheitlich geregelte Meldepflicht.
  7. Sexuelle Gewalt ist keine Frage des Geschlechts!
    Wir fordern die Ausdehnung des Vergewaltigungsbegriffs auf beide Geschlechter.

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