21.05.2015 Artikel Migration Masseneinwanderung, Initiative, Landwirtschaft

Alle sind enorm gefordert!

Am 9. Februar 2014 hat das Schweizer Stimmvolk der Masseneinwanderungs-initiative zugestimmt. Mit diesem neuen Artikel 121a in der Bundesverfassung wurde auch ein Inländervorrang bei der Beschäftigung von neuen Mitarbeitenden gutgeheissen.

Dieser Passus, als auch das Ziel der Reduktion der Zuwanderung kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn sämtliche Bereiche der Wirtschaft einen aktiven Beitrag leisten. Dazu gehören die verstärkte Förderung des Wiedereinstiegs der Frauen in den Arbeitsprozess und die Beschäftigung der älteren Mitarbeitenden in unserer Wirtschaft. Ebenfalls dazu gehört die Integration der anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlinge in unsere Arbeitswelt.  

Landwirtschaft leistet ihren Beitrag

Die Schweizer Landwirtschaft kann im Bereich der Integration der Flüchtlinge einen Beitrag leisten. Zu diesem Zweck wurde in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Migration ein Pilotprojekt gestartet. Dieses Pilotprojekt dauert drei Jahre und soll zeigen, ob und in welchen Bereichen Flüchtlinge erfolgreich auf Landwirtschaftsbetrieben arbeiten können. Zehn Betriebe, verteilt auf die ganze Schweiz, mit den Betriebszweigen Gemüsebau, Obstbau, Weinbau und Viehwirt-schaft wurden ausgewählt. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass die Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter über ein hohes Mass an Sozialkompetenz und Teamfähigkeit verfügen, damit für eine erfolgreiche Integration der Mitarbeitenden gute Grundlagen vorhanden sind. Regelmässige Gespräche mit den Mitarbeitenden, mit den entsprechenden Aufzeichnungen sind durch die Betriebsleiter vorzunehmen. 

Wichtig ist, dass die Mitarbeitenden eine gute körperliche Konstitution mitbringen und willens sind in der Landwirtschaft tätig zu sein. Ebenfalls muss eine Kommunikation in einer der Landessprachen möglich sein. 

Begleitet wird das Projekt durch das Staatssekretariat für Migration und die kantonalen Migrationsämter, die auch für die Auswahl der Flüchtlinge zuständig sind. 

Arbeitspotential ausschöpfen

Die CVP hat schon früher verschiedene Massnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung skizziert. Dazu gehört die Ausschöpfung des Potenzials an inländischen Arbeitskräften beispielsweise auch durch die Integration anerkannter Flüchtlinge ins Berufsleben. Heute sind zirka 80 Prozent der anerkannten Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter arbeitslos und beziehen Sozialhilfe. Indem diese Personen arbeiten, sind sie besser integriert und nicht mehr von der Fürsorge abhängig. 

Die CVP hat anfangs Woche ausserdem ihre Stellungnahme zur Vernehmlassung über die Teilrevision des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer vorgestellt.