12.02.2015 Artikel Die CVP Initiative, Familienzulagen, Steuerbefreiung

Auch die Unternehmen profitieren von steuerfreien Familienzulagen

Die Volksinitiative zur Steuerbefreiung der Familienzulagen verringert die Steuerlast der Familien und stärkt ihre Kaufkraft, da sie von den Zulagen voll und ganz profitieren können. Auch die Unternehmen haben allen Grund für diese Erleichterung zu sein. Denn der Betrag, den die Arbeitgeber an die Familien bezahlen, nimmt somit den ganzen Wert ein.

Die Familienzulagen werden hauptsächlich von juristischen Personen, also Unternehmen finanziert. In der Schweiz betragen diese jährlich rund 5 Milliarden Franken. Die Beträge werden oft kantonal erhöht, damit die Familien stärker profitieren können. Belastet sind davon immer mehr die Unternehmen. Zum Beispiel hat der Kanton Freiburg gerade die monatliche Zulage um 15 Franken erhöht. Kostenpunkt: 10 Millionen Franken. Die erhöhte Zulage wurde 2013 eingeführt und alle haben sich über dieses Solidaritätszeichen der Wirtschaft gegenüber den Familien gefreut.

Die Steuerbefreiung der Familienzulagen würde dementsprechend einer Erhöhung der Zulagen gleichkommen, ohne die Unternehmen zu belasten, da der Staat, darauf verzichten würde, seinen Anteil (ungefähr 1 Milliarde schweizweit) einzuziehen. Diese Steuerbefreiung bewirkt letztendlich eine Erhöhung der Zulagen zugunsten der Familien, ohne die Firmen weiter zu belasten. Für die Schweizer Familien ergibt das eine Entlastung in der Höhe von 1 Milliarde. Für Freiburg sind es 15 Millionen. Somit ist die Steuerbefreiung der Familienzulagen nicht nur vorteilhaft für die Familien, sondern auch für die Unternehmen, egal ob klein oder gross – ihre Beiträge müssten nicht erhöht werden, um eine Steigerung der Kaufkraft durch die Zulagen zugunsten der Familien zu bewirken.

Es besteht auch kein Risiko, dass die Steuerbefreiung zu einer Lücke in unserem System der Sozialversicherungen wird. Die Auszahlung der Familienzulagen ist von der Situation der Familien und natürlich von Elternschaft abhängig. Die Vorstellung, dass man die Löhne für einen Familienvater senken und dafür die Familienzulagen erhöhen könnte, um von der Steuerbefreiung noch mehr profitieren zu können, ist unsinnig. Weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer hätte ein Interesse daran, zudem widerspricht es dem gesetzlichen Grundsatz der Lohngleichheit.

In dem Sinne ist die Steuerbefreiung der Kinder- und Ausbildungszulagen auch für die Unternehmen Vorteilhaft. Sagen wir am 8. März Ja zur Familieninitiative!