05.11.2013 Artikel Sicherheit Gewalt, Sport, Hooliganismus

Gewalt an Sportveranstaltungen

Sicherheit ist für die CVP ein zentrales Thema. Dazu gehören auch die Gewalt an Sportveranstaltungen und der ganze Hooliganismus. Mit meinem Postulat verlangte ich vom Bundesrat einen Bericht mit einer Auslegeordnung der Gesetzesgrundlagen auf eidgenössischer Ebene und den Konsequenzen, die die Politik daraus ziehen kann. Das Konkordat sieht beispielsweise die Verlängerung der Rayonverbote von einem auf bis zu drei Jahren vor.

Dieser Bericht zeigt eine gute Momentaufnahme der vorhandenen Gesetze auf Bundesebene, weist hin auf das Konkordat der Kantone, das in den Kantonen beraten wird und enthält auch Stellungnahmen von den Fussballverbänden. Ob und wie das Konkordat umgesetzt werden kann, wird auch wegweisend sein bezüglich der Frage, ob auf Bundesebene weitere Gesetze gefordert werden müssen. Wichtige Neuerungen im Konkordat sind die Verlängerung der Rayonverbote von einem auf bis zu drei Jahren, die Anordnung von Meldeauflagen bei Gewalt gegen Personen oder schweren Sachbeschädigungen und neu eine Bewilligungspflicht für Fussball- und Eishockeyspiele der obersten Liga. Leider haben bis heute noch nicht alle Kantone dieses Konkordat beraten, respektive es gibt Kantone wie Basel, die sich hier sehr schwer tun. Obwohl in einigen Kantonen das Referendum ergriffen wurde, hat sich das Volk überall sehr deutlich hinter diese neuen Vorschriften gestellt.

Immer noch Probleme mit Pyros

Wenn man von Gewalt an Sportveranstaltungen spricht, ist es immer wichtig, dass man vom öffentlichen Raum und vom vereinsinternen Raum spricht. Im Stadion ist der Club oder Verein selber zuständig. Eines der grössten Probleme stellt dort immer noch der Umgang mit den Pyros dar. Obwohl diese verboten sind, kann man jedes Wochenende beobachten, wie Fans diese zünden. Für sie gehört es zur ‚Fankultur‘. Für die Clubs ist es mittlerweile sehr schwierig geworden, dort restriktiv einzugreifen. Hier stelle ich bei Gesprächen von allen Seiten eine gewisse Ohnmacht fest.

Obwohl in letzter Zeit weniger über Ausschreitungen an Fussballspielen berichtet wurde, gibt es diese nach wie vor. Darum ist es wichtig, dass es Gesetzesgrundlagen gibt, damit die Kantone wichtige Massnahmen im Vollzug wie beschleunigte Verfahren, Internetfahndungen oder Eintrittskontrollen durchführen können.

Augen auf bei der Umsetzung

Ich selber besuche ab und zu gerne ein Fussballspiel und möchte, dass dies allen Freunden des Sports, ganz besonders Familien, auch in Zukunft möglich ist. Aus diesem Grund setze ich mich weiterhin für die Sicherheit ein und werde ganz besonders die Umsetzung des Konkordates im Auge behalten.