16.01.2009 / Artikel / Die CVP /

Masseneinwanderung wird es nicht geben

Die Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien ist zum Zankapfel der Wirtschaftspolitik geworden, weil die eine Seite eine Masseneinwanderung von wirtschaftlich schlecht gestellten Personen aus dem Osten befürchtet. Eine Masseneinwanderung wird es aber nach einem Ja schlicht nicht geben. Bulgarien und Rumänien sind zwei boomende Länder, deren Wachstumsrate doppelt so hoch ist wie diejenige der Schweiz.

Gerade weil diese Länder eine hohe Wachstumsrate aufweisen, wird in diesen Staaten alles daran gesetzt, dass deren Arbeits- und Fachkräfte im Lande bleiben. Dort werden die Fachleute jetzt gebraucht. Dort haben sie ein Einkommen und eine Perspektive. Zudem: Das Freizügigkeitsabkommen gewährt nur denjenigen Arbeitskräften Zugang zu unserem Land, die über einen gültigen Arbeitsvertrag verfügen. Umgekehrt sind wir aber auf den wirtschaftlichen Austausch mit unserer besten Kundin, der EU, angewiesen. Rumänien und Bulgarien bieten zwei neue Märkte an; neue Möglichkeiten für unsere Wirtschaft, um unseren Absatzmarkt zu erweitern. Verzichten wir darauf, dann wird es unsere Konkurrenz tun. Es ist schwer zu verstehen, dass wir dieser beider Länder wegen unsere Bilateralen Verträge aufs Spiel setzen sollen.