
Wie sollen die steigenden Krankenkassenprämien bekämpft werden? Mit einer Einheitskasse! So einfach dieses Rezept erscheint, so wirkungslos ist es, denn es lenkt von den Ursachen ab, an welchen das Gesundheitswesen leidet. Um die steigenden Gesundheitskosten wirklich unter Kontrolle zu bringen, braucht es eine Gesundheitspolitik, die einen Mix von Staat und Wettbewerb vorsieht. Deshalb sagt die CVP Ja zu Managed Care und Nein zur Einheitskasse.
Steigende Krankenkassenprämien belasten uns alle. Sie steigen, weil die Angebote und Bedürfnisse und die damit verbundenen Ausgaben im Gesundheitswesen wachsen. Mit der Forderung für eine Einheitskasse lenkt die Linke folglich von den wahren Problemen im Gesundheitswesen ab und betreibt Symptom- statt Ursachenbekämpfung. Die administrativen Kosten der Krankenkassen, welche sie ins Feld führt für Ihre Argumentation, machen lediglich 5 Prozent der gesamten Kosten aus. 95 Prozent der Kosten fallen dagegen für die nachgefragten Leistungen an. Hier muss ansetzen, wer etwas bewirken will. Gefordert sind auch die Krankenkassen, die mit ihrem zum Teil marktschreierischen und unkoordinierten Auftreten viel Goodwill verspielen und der Initiative Vorschub leisten.
Um die Kostenentwicklung besser unter Kontrolle zu bringen, braucht es einen Mix aus Staat und Wettbewerb. Die CVP unterstützt deshalb die Managed Care-Vorlage, die am 17. Juni vors Volk kommt. Sie ist ein erster wichtiger Schritt: Dank einer besseren Zusammenarbeit und Koordination zwischen allen Leistungserbringern können unter anderem unnötige Untersuchungen und Doppelspurigkeiten vermieden werden. Das verbessert die Qualität der medizinischen Versorgung und bremst dabei gleich noch das Kostenwachstum. Mit Annahme der Managed Care-Vorlage wird es für die Versicherer zudem interessanter, insbesondere für Schwer- und Chronischkranke, gute Lösungen zu finden statt nach so genannten guten Risiken zu jagen.
Die Linke unternimmt nichts gegen die Kostenexplosion und will das System zum Selbstbedienungsladen machen. Die Rechte will die Versicherungspflicht der KVG, die Solidarität abschaffen. Damit würden über kurz oder lang viele Menschen in der Schweiz keinen Versicherungsschutz mehr haben. Links wie auch rechts machen das System krank. Anders die Zentrumspartei CVP. Wir setzen auf den Mix: Markt und Staat, Eigenverantwortung und Solidarität.
Urs Schwaller
Präsident der CVP-EVP-Fraktion und Ständerat (FR)
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Kommunikationschefin CVP Schweiz
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