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12.04.12

Bessere Gesundheitsversorgung dank vernetzter Medizin - Ja zur KVG-Revision Managed Care

Mit „Managed Care (MC)“ oder „integrierter Versorgung“ (die beiden Bezeichnungen bedeuten dasselbe) wird die Behandlung der Patienten koordiniert und qualitativ verbessert. Versicherte wählen den Arzt ihres Vertrauens, der sie durch unser kompliziertes Gesundheitswesen steuert und dafür sorgt, dass sich die betreuenden Fachpersonen untereinander abstimmen. Mehrfachuntersuchungen, Falschbehandlungen und Übermedikation werden verhindert und die Verschwendung von Prämiengeld wird gestoppt.

Die wichtigsten Neuerungen in der MC-Vorlage sind die Verbesserung des Risikoausgleichs, die Unabhängigkeit der Netzwerke von Krankenkassen, die Budgetmitverantwortung für die integrierten Versorgungsnetze sowie neben tieferen Prämien eine tiefere Kostenbeteiligung für Versicherte im Versorgungsnetz. Versicherte, Patientinnen und Patienten profitieren insbesondere von folgenden Verbesserungen:

Bessere Behandlung von chronisch Kranken statt Jagd auf gute Risiken

Mit der Managed Care-Vorlage wird der Risikoausgleich unter den Krankenversicherern verbessert. Künftig wird auch der Gesundheitszustand der Patienten als Kriterium für die Berechnung der Ausgleichszahlungen berücksichtigt. Dadurch wird es für die Krankenkassen interessant, sich für eine gute Behandlung von schwer sowie chronisch kranken Patienten einzusetzen und mit Leistungserbringern gute Behandlungskonzepte zu entwickeln und vertraglich zu vereinbaren. Der falsche Anreiz für Versicherer gesunde Junge zu bewerben und zu versichern fällt weg.

Die freie Arztwahl bleibt

Die freie Arztwahl bleibt den Versicherten erhalten. Sie wählen Ihren Arzt frei aus. Wer beliebig Spezialärzte aufsuchen will, kann dies weiterhin tun, bezahlt einfach pro Jahr im Maximum 300.- Franken mehr als bisher aus der eigenen Tasche (neu 15 Prozent bis höchstens 1000 Franken, aktuell 10 Prozent und max. 700 Franken Selbstbehalt jährlich). Dieser leicht höhere Selbstbehalt ist mit Berücksichtigung der höheren Kosten, welche mit dem direkten Gang zum Spezialarzt anfallen, gerechtfertigt. Versicherte im Netz bezahlen 10% bis maximal 500 Franken Selbstbehalt, damit 200 Franken weniger als heute. Solange es in einzelnen Regionen keine Netzwerke gibt, bezahlen Patienten die bisherige Kostenbeteiligung von 10% bis maximal 700 Franken.

Stärkung der Verantwortung von Leistungserbringern, Krankenkassen und Versicherten

Krankenkassen dürfen keine Netzwerke betreiben und das Netzwerk muss für die Kosten Mitverantwortung übernehmen. Die Versicherten wählen zwischen zwei Systemen: Entweder wählen sie den Arzt ihres Vertrauens der sie durch das komplexe Gesundheitswesen steuert und dafür sorgt, dass sie eine gute medizinische Versorgung bekommen oder sie wählen zu einem leicht höheren Preis das System mit sämtlichen Auswahloptionen. Das Gesetz sieht weder Zwang noch eine Beschränkung der Freiheit vor. Die Entscheidungsfreiheit bleibt bei den Akteuren, insbesondere auch bei den Versicherten.

Wer eine optimale Behandlung von chronisch kranken Menschen will; wer die Verschwendung von Prämiengeldern stoppen und die Kostenentwicklung dämpfen will; wer nicht nur Eigeninteressen vertritt, sondern unser Gesundheitssystem und den Nutzen für Patientinnen und Patienten und im Auge hat, sagt Ja zu Managed Care!

Kontakt

Ruth Humbel
Nationalrätin (AG)
Mobil: 079 471 44 21

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Thema:
Abstimmungen


URL: http://www.cvp.ch/newsfilter/national/artikel/archive/2012/april/article/bessere-gesundheitsversorgung-dank-vernetzter-medizin-ja-zur-kvg-revision-managed-care/?tx_ttnews%5Bday%5D=12&cHash=902758775342fcedb8d9a4d7eb6c1fb6
Stand: 22. May 2013 07:43:21 AM