Aktuelle Position: Themen
Themen

Erschienen am 08.02.2010

Vorausschauend handeln

Kathrin Amacker, Nationalrätin (BL)

Am 7. März stimmen wir über die Senkung des Umwandlungssatzes bei der beruflichen Vorsorge ab. Dieser soll bis ins Jahr 2015 um 0.4% gesenkt werden. Ein unangenehmer Schritt, werden doch damit die Renten zukünftiger Rentnerinnen und Rentner – für die heute Pensionierten bleibt alles unverändert - gekürzt. Ist das gerechtfertigt und nötig, oder will sich da jemand an der Vorsorge unserer Bevölkerung bereichern? Diese Frage steht im Raum. Und angesichts der nach wie vor neoliberalen Gedanken in gewissen Teilen der Wirtschaftselite kommen Zweifel auf.

Mit der Senkung des Umwandlungssatzes wird kein Geld aus der Vorsorgeeinrichtung genommen. Das angesparte Geld des Versicherten wird in kleinere Portionen pro Auszahlung aufgeteilt. Dazu gibt es zwei Gründe: die stetig steigende Lebenserwartung und die längerfristigen Performanceaussichten an den Finanzmärkten. Es gibt deutliche Anzeichen, dass mit Blick auf die globalen Machtverschiebungen der Märkte und der nach wie vor ungesunden Finanzarchitektur keine blauäugige Zuversicht angebracht ist. Ich unterstützte eine Senkung des Umwandlungssatzes, weil aggressive Anlagestrategien für Vorsorgeeinrichtungen falsch sind. Das Risiko des Scheiterns ist zu gross. Dass die letzten drei Jahrzehnte eine Performance von 4.9% ermöglichten, heisst nicht automatisch, dass dies auch in den kommenden Jahrzehnten gelingt.

Es darf nicht sein, dass die nächsten Generationen benachteiligt werden. Setzen wir unsere Kinder also nicht dem Risiko aus, als Erwerbstätige nicht nur ihre eigene Vorsorge, sondern auch die Nachfinanzierung unseres fehlenden Reformwillens berappen zu müssen. Es geht hier um Generationengerechtigkeit. Wenn wir diese Fragen einfach vor uns herschieben, nehmen wir Risiken in Kauf, die bei ungünstigem Verlauf zu schmerzhaften Sanierungsplänen führen werden, zu deren Finanzierung nicht nur  die Arbeitnehmenden, sondern auch die Rentnerinnen und Rentner herangezogen werden. Das wird dann eine teure Übung – für alle.

 
Kontakt: Kathrin Amacker
 
 

Volltextsuche
Hotlinks
Offene Stellen

Im Hinblick auf die Wahlen 2011 sucht die CVP Kanton Luzern per 01. Mai 2010 oder nach Vereinbarung eine/n

Mitarbeiter/in im Parteisekretariat (60% -100%)

Stelleninserat im PDF-Format
Audio-Podcast bei der CVP Schweiz

Abonnieren Sie hier!

Mehr dazu »
Zurück Zurück | Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang