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Erschienen am 14.08.2006
Die Chancen des "ICT-Zeitalters" packen
Pressekonferenz der CVP Schweiz zur Offensive für eine intelligente Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien
CVP Schweiz
"Unser Zeitalter steht im Zeichen von modernen Informations- und Kommunikationstech- nologien. Als Folge davon wandeln sich die Volkswirtschaften und Gesellschaften weltweit zu Wissensgesellschaften", stellt Vize-Präsident und NR Dominique De Buman anlässlich der Pressekonferenz der CVP Schweiz fest. Wissen und Information sind zu zentralen Produktionsfaktoren geworden. Sie verändern die Wertschöpfungsprozesse in hohem Tempo. Damit die Schweiz ihre Standortvorteile behaupten kann, fordert die CVP vom Bund die Anerkennung der Herausforderungen und Chancen der Wissensgesellschaft. Bundesrat, Verwaltung und Politik müssen ihre Abwehrhaltung ablegen und den Transformationsprozess zur Wissensgesellschaft aktiv begleiten, fordert die CVP. De Buman: "Der Bund muss endlich als "Schrittmacher" eine aktive Rolle übernehmen, sonst verpassen wir den Anschluss."
Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien steigert die Wertschöpfung und Produktivität in der Wirtschaft und die Effizienz aller Abläufe – egal ob im Wirtschaftsleben, in der öffentlichen Verwaltung oder im Privatbereich. Voraussetzung dafür sind einerseits die notwendigen Infrastrukturen. Matchentscheidend ist jedoch die tatsächliche Anwendung der ICT-Technologien. "Die Schweiz steht diesbezüglich vor folgendem "helvetischen Paradox": Obwohl wir technisch gut ausgerüstet sind, ist der aus der Technologie fliessende Nutzen für die Volkswirtschaft vergleichsweise gering. Es besteht ein Mangel in den Anwenderkenntnissen. Zudem hat es der Bund in diesem Bereich versäumt, seine Aufgabe als Schrittmacher zu übernehmen. Die Schweizerinnen und Schweizer müssen zu Champions in ICT-Innovation und ICT-Anwendung werden!", stellt NR Brigitte Häberli und Vize-Präsidentin der Bundeshausfraktion fest.
Die CVP setzt sich dafür ein, dass das brachliegende Produktivitäts- und Wachstumspotential der Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeschöpft wird. Dabei verfolgt die CVP-Offensive "Chance Wissensgesellschaft packen" drei Kernziele. Peter Bieri, SR und Mitglied der WBK-S, formuliert die Ziele wie folgt: "Es ist prioritär, dass der Bundesrat zum Ersten eine klare Strategie entwickelt, wie Gesellschaft und Wirtschaft den Sprung ins globale Wissenszeitalter schaffen. Zweitens müssen die Verantwortlichkeiten klar definiert und die Informations- und Kommunikationstechnologien zur Chefsache des EVD erklärt werden. Schliesslich müssen die staatlichen Rahmenbedingungen so vereinfacht werden, damit sie den erforderlichen Transformationsprozess beschleunigen".
Die CVP fordert deshalb mehrere Massnahmen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Recht, Infrastruktur, Führung, Kultur, Forschung, digitaler Graben und Sicherheit: - Bis 2010 verfügt jeder Schüler über einen individuellen PC-Zugang oder PC-Account.
- Die Einführung einer eindeutigen elektronischen Identität, Signatur und Unternehmensidentifikation für Bürgerinnen, Bürger bzw. Firmen.
- Der Bund muss die flächendeckende Versorgung mit Breitbandanschlüssen fördern.
- Die Aufbereitung des schweizerischen kulturellen Erbes und der Schweizer Geschichte mit modernen digitalen Mitteln.
- Die Schweiz bewirbt sich als Standort für die Schaffung eines European Institutes of Technology.
- Die Einführung von unentgeltlichen Schulungsangeboten zum Erwerb des Basiswissens für den Internetzugang.
- Ein Ort pro Gemeinde oder Quartier mit einem Terminal für kostengünstiges Internetsurfen (analog der Telefonkabine)
"Für die Umsetzung dieser Massnahmen regen wir die öffentliche Hand zur Prüfung von Partnerschaften mit der Privatwirtschaft an. Zudem werden wir in der Herbstsession parlamentarische Vorstösse einreichen, um den notwendigen politischen Druck auszuüben", kommentiert NR Kathy Riklin, Präsidentin der WBK. Mit ihrer Offensive zeigt die CVP, dass sie die Chancen des ICT-Zeitalters packen will; notabene die erste nationale Partei, die eine Online-Community und das Online-Spenden ermöglicht hat.
Pressedossier Positionspapier
Kontakt: Peter Bieri
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