Aktuelle Position: Themen
Themen

Erschienen am 29.03.2007

Nach den Ausländern die Mütter!

Marianne Binder, Kommunikationschefin der CVP Schweiz

Nach den Scheininvaliden und den Scheinasylanten sind für gewisse politische Kreise die Scheinmütter auf der wahlstrategischen Abschussliste. Scheinmütter sind keine richtigen Mütter. Sie tun nur so. Die Zuneigung zu den Kindern ist eine Farce. Scheinmütter sind berufstätig. Manche von ihnen sind gezwungen, einer Arbeit ausser Hause nachzugehen. Manche tun es aus freien Stücken. Diese sind die schlimmsten.

Unsere Jugend ist desorientiert. Sie neigt zu Verwahrlosung. Was nur hat uns angefochten, uns Mütter! Uns in der Berufswelt herumzutummeln, anstatt Erfüllung in dem zu finden, was uns Berufung ist, der  Sorge um Haus, um Mann und Kind.
 
Wir haben versagt. Der Freilandversuch soll wieder abgebrochen werden. Unsere berufliche Ausbildung war umsonst und die höhere Frauenquote, welche wir an den Universitäten erreicht haben, kein Argument,  uns von der alleinigen Verantwortung für unsere Kinder zu entbinden. Wenn Väter Kinder hüten würden, wer hütete die Väter? 36 Jahre nach Einführung des Frauenstimmrechtes, 26 Jahre nach Einführung der Rechtsgleichheit von Mann und Frau und 11 Jahre nach Einführung des Gleichstellungsgesetzes, belehrt uns die politische Rechte: "Es ist schlecht, wenn Mütter arbeiten".
 
"Frausein ist kein Programm." mailen uns auch die SVP-Frauen und künden gleichzeitig an, den Frauenanteil in ihrer Partei auf die nächsten Wahlen hin zu verdoppeln. Wir wünschen ihnen Glück und raten zu bedenken, dass ihr Parteipräsident in der Sonntagspresse verkündigt hat, er hätte lieber Mütter zu Hause, als "Frauen, welche in Bern das grosse Wort führen".
 
Ihr seid also auf uns angewiesen, liebe SVP-Mütter, wenn man euch wählen soll. Eure Partei lässt euch ins Leere laufen. Wenn ihr Beruf und Familie nicht vereinigen dürft, wie gelangt ihr dann nach Bern? Wenn Frauenanliegen keinen Platz bei euch finden, weshalb überlasst ihr das Feld nicht gleich den Männern?

Frausein ist eben doch Programm und zwar in dem Sinne, als dass in einem freien Land die freie Wahl des Familienmodells eine Voraussetzung ist. Wenn berufstätige Mütter und Familienfrauen sich gegeneinander ausspielen lassen, torpedieren sie selbst die Errungenschaften der Emanzipation.  
 
Frausein ist eben doch Programm und zwar in dem Sinne, als dass das Rollenverständnis beider Geschlechter hinterfragt werden muss. Vor einem Jahr hat die CVP den neuen Mann der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieser wünscht eine Teilzeitarbeit. Er hütet die Kinder, er ist in der Lage,  eine Waschmaschine zu bedienen, Blusen und Hemden zu glätten, er weiss wie man kocht und hinterher die Küche aufräumt. Geben wir ihm eine Chance!
 
Frausein ist eben doch Programm und zwar in dem Sinne, als dass die CVP als Familienpartei von einer "Work-Family-Balance" spricht, in Anlehnung an die "Work-Life-Balance", welche in Managerkursen propagiert wird.  Einen Ausgleich zu schaffen zwischen Arbeit und Familiengemeinschaft nimmt alle in die Pflicht: Väter und Mütter, aber auch Arbeitgeber und Staat, welche Rahmenbedingungen schaffen müssen für die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Familienarbeit. Die Verantwortung für die Betreuung unserer Kinder soll nicht herumgeschoben werden, aber zum Wohle aller gerechter und besser verteilt.

 
Kontakt: Marianne Binder
 
 

Volltextsuche
Hotlinks
Offene Stellen

Im Hinblick auf die Wahlen 2011 sucht die CVP Kanton Luzern per 01. Mai 2010 oder nach Vereinbarung eine/n

Mitarbeiter/in im Parteisekretariat (60% -100%)

Stelleninserat im PDF-Format
Audio-Podcast bei der CVP Schweiz

Abonnieren Sie hier!

Mehr dazu »
Zurück Zurück | Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang